Bundesprogramm Chancengleichheit von Frauen und Männern an den Fachhochschulen
An den Fachhochschulen der Bereiche Technik, Wirtschaft und Informatik sind Frauen stark untervertreten. Die Sensibilisierung für Gleichstellungsfragen ist ein wichtiges Ziel der Fachhochschulpolitik des Bundes.
Im Zentrum stehen folgende Absichten:
- Erstens ist Chancengleichheit als Qualitätskriterium in den Strategien der Fachhochschulen zu verankern und mittels praxisorientierter Konzepte umzusetzen.
- Zweitens sollen mehr Frauen an den Fachhochschulen studieren, forschen und lehren.
Um diese Ziele zu realisieren, wurde im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) ein Aktionsplan ausgearbeitet. Für die dritte Programmphase 2008 bis 2011 steht ein Kredit von zehn Millionen Franken zur Verfügung.
Bundesprogramm
Während der beiden vorangegangenen Kreditperioden (2000 bis 2003 / 2004 bis 2007) hat das BBT verschiedene Massnahmen zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ausgearbeitet und die Fachhochschulen unterstützt, Gleichstellungsmassnahmen und -projekte zu entwickeln.
Die Fortsetzung des Bundesprogramms Chancengleichheit von Frauen und Männern an den Fachhochschulen ist unerlässlich, um die Genderperspektive auf allen Bildungsstufen und Fachhochschulebenen zu verankern, die Genderkompetenzen und die bisher erzielten Ergebnisse weiter zu verbessern. Im Zeitraum 2008 bis 2011 behält das BBT die strategische Gesamtführung des Programms, während die Fachhochschulen mit eigenen Programmen mehr Eigenverantwortung übernehmen. Damit ist das generelle Ziel verbunden, Chancengleichheit in den gesamten Leistungs- und Führungsauftrag zu integrieren und nachhaltig zu verankern.
Aktionsplan für die Jahre 2008-2011
Der Bundesrat schlägt in seiner Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2008 bis 2011 erneut Massnahmen für eine ausgewogene Vertretung der Geschlechter bei den Studierenden, im Mittelbau, bei den Dozierenden sowie beim administrativen und technischen Personal vor. Ein weiteres Ziel besteht in der Sensibilisierung der Studierenden, Dozierenden und Schulleitungen für Genderfragen und in der Verankerung dieses Ansatzes im Unterricht, in der Forschung und Verwaltung (Gender Mainstreaming). Ein Gleichstellungscontrolling begleitet diesen Prozess. Zur Umsetzung dieser Ziele wird in der BFI-Botschaft beantragt, für die Jahre 2008 bis 2011 10 Millionen Franken bereitzustellen. Das Parlament hat am 5. Oktober 2007 dem Kredit zugestimmt.
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